ELVIS Marktreport: Stabilisierung auf niedrigem Niveau – Kapazitäten trotz Flaute am Limit

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ELVIS Marktreport: Stabilisierung auf niedrigem Niveau – Kapazitäten trotz Flaute am Limit

  • Deutsche Wirtschaft verharrt zum Jahreswechsel in der Stagnation
  • Transportmarkt zeigt moderate Belebung bei weiterhin schwacher Ertragslage
  • Verfügbarer Frachtraum kann sprunghaften Nachfrageanstieg kaum noch auffangen
Die Belastbarkeit der Branche würde bei einem sprunghaften Nachfrageanstieg auf die Probe gestellt, prognostiziert ELVIS-Vorstand Nikolja Grabowski. (Foto: ELVIS AG)

Alzenau, 26. Februar 2026 – Die Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (ELVIS) AG sieht in ihrem aktuellen Marktreport für das vierte Quartal 2025 eine wirtschaftliche Stabilisierung – allerdings auf niedrigem Niveau. Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) leicht wächst, bleibt die industrielle Produktion deutlich rückläufig. Auch im Lkw-Transportmarkt zeigen sich zwar leichte Belebungstendenzen, doch strukturelle Herausforderungen begrenzen die Leistungsfähigkeit der Branche. Die wichtigen Puffer im Laderaum sind nahezu vollständig abgebaut.

„Im kurzfristigen Vergleich erkennen wir eine gewisse Stabilisierung. Im strukturellen Jahresvergleich zeigt sich jedoch, dass die wirtschaftliche Basis weiterhin fragil ist“, sagt Nikolja Grabowski, Vorstand der ELVIS AG. So sank die Produktion im produzierenden Gewerbe im Dezember 2025 um 6,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und lag zugleich 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Besonders der Maschinenbau (-6,8 Prozent zum Vormonat; -4,8 Prozent zum Vorjahresmonat) sowie die chemische Industrie (-2,4 Prozent zum Vormonat; -4,9 Prozent zum Vorjahresmonat) entwickelten sich schwach. Das Baugewerbe hingegen konnte gegenüber dem Vormonat um 3,0 Prozent zulegen und lag leicht über dem Vorjahreswert (+0,4 Prozent), ebenso wie das BIP, das im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 Prozent gewachsen ist.

Der leichte Anstieg der wirtschaftlichen Leistung spiegelt sich auch in den Stimmungsindikatoren wider: Der ifo Geschäftsklimaindex blieb im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat stabil (0,0 Prozent), verbesserte sich dafür im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Geschäftserwartungen, die gegenüber dem Vormonat weitgehend stabil (-0,2 Prozent) blieben und im Jahresvergleich merklich anstiegen (+5,7 Prozent).

Transportmarkt: Mehr Bewegung, aber keine strukturelle Entspannung

Im Lkw-Transportmarkt zeigen sich ebenfalls gegenläufige Entwicklungen. Die Lkw-Maut-Fahrleistung sank im Dezember saisonbedingt um 14,4 Prozent gegenüber dem Vormonat, lag jedoch 4,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. „Im Jahresvergleich sehen wir eine moderate Erholung gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum. Kurzfristig bleibt der Markt jedoch stark von saisonalen Effekten geprägt“, erklärt Grabowski. Das Transportbarometer, das das Verhältnis von Fracht zu Laderaum im Spotmarkt misst, stieg im Januar um 5,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Umsatzerwartungen im Bereich Güterbeförderung im Straßenverkehr verbesserten sich deutlich – um 9,4 Prozent zum Vormonat und sogar um 14,9 Prozent im Jahresvergleich.

Gleichzeitig gingen die Preiserwartungen zurück (-1,9 Prozent zum Vormonat; -4,2 Prozent zum Vorjahresmonat). „Die Nachfrage entwickelt sich etwas dynamischer als noch vor einem Jahr. Eine nachhaltige Preisdurchsetzung ist jedoch weiterhin nicht erkennbar“, so Grabowski. Der ELVIS Teilladungsindex unterstreicht dieses Bild: Er lag im Januar 2,3 Prozent unter dem Vormonat und 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Kostenentwicklung: Struktureller Druck bleibt hoch

Auf der Kostenseite zeigt sich eine ähnliche Zweiteilung. Die Personalkosten im Transport- und Logistiksektor stiegen im dritten Quartal 2025 um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 4,2 Prozent im Jahresvergleich. Auch die Erzeugerpreise für Straßengüterverkehr lagen 2,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Demgegenüber verbilligte sich Diesel im Dezember um 5,8 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. LNG verzeichnete sogar einen deutlichen Rückgang von 12,1 Prozent zum Vormonat und 36,6 Prozent im Jahresvergleich. „Die Entspannung beim Kraftstoff federt den Kostendruck ab, wiegt die gestiegenen Personalkosten jedoch nicht auf“, sagt Grabowski. Zudem seien zum Jahreswechsel die Dieselpreise wieder sprunghaft angestiegen.

Branche nur eingeschränkt belastbar

Trotz der moderaten Erholungstendenzen im Jahresvergleich bleibt die strukturelle Leistungsfähigkeit der Branche begrenzt. In den vergangenen Monaten wurden aufgrund der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Kapazitäten angepasst, Fuhrparks reduziert und Investitionen zurückgestellt.

„Die aktuellen Kennzahlen vermitteln Stabilität – allerdings auf einem Niveau, das wenig Puffer bietet“, so Grabowski. „Sollte die Nachfrage kurzfristig und deutlich anziehen, könnten die vorhandenen Kapazitäten schnell ausgelastet sein.“

Ein sprunghafter Nachfrageanstieg – etwa durch eine stärkere Industrieproduktion oder saisonale Effekte – würde nach Einschätzung des Speditionsverbundes die bestehenden Strukturen erheblich beanspruchen. Frachtraum könnte in einem solchen Szenario rasch zum Engpassfaktor werden.

Für Verlader bedeutet dies, Transportkapazitäten frühzeitig einzuplanen und partnerschaftlich abzusichern. Für Speditionen bleibt es entscheidend, Kosten- und Leistungskennzahlen eng zu steuern und flexibel auf Marktveränderungen reagieren zu können.
„Die leichte Erholung im Vergleich zum Vorjahr ist ein positives Signal. Entscheidend wird jedoch sein, ob die Branche bei einer stärkeren Nachfrageentwicklung schnell genug wieder Kapazitäten aufbauen kann“, fasst Grabowski zusammen.

Über die ELVIS AG und die ELVIS Teilladungssystem GmbH

Die ELVIS AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure) ist der führende Verbund von Lkw-Speditionen und Frachtführern Europas und die Interessensvertretung von über 250 Partnerunternehmen. Über seine Partner ist der Verbund an 350 Standorten in Deutschland und in mehr als 30 Ländern Europas vertreten. Primäres Ziel der ELVIS AG ist es, Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu realisieren, die sich aufgrund von Skaleneffekten und der Zusammenarbeit untereinander ergeben.
Zum Leistungsportfolio des Verbundes zählen der zentrale Einkauf von Waren und Dienstleistungen, der eigene Onlineshop „ELVIS Truckstar“ sowie Beratungslösungen. ELVIS informiert seine Partner frühzeitig über alle Markt- und Branchenveränderungen sowie über relevante politische Entwicklungen und deren Auswirkungen.

Als Dachorganisation fungiert der Verbund als zentraler Ansprechpartner und Interessensvertretung seiner Partner gegenüber Politik und Verwaltung. Mit dem Ziel, praxisrelevante Mehrwerte und Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu generieren, initiiert und betreut die ELVIS AG zudem regelmäßig Pilotprojekte und Kooperationen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Zudem bestehen unter dem Dach der ELVIS AG verschiedene operative Netzwerke: ein Part Load Network, ein Full Load Network, ein Volume Load Network, ein Baustoffnetzwerk sowie ein Palettenportal. Die ELVIS AG besteht seit 2006 und verfügt mittels ihrer Partner heute über eine Flotte von mehr als 19.000 Lkw.

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Im Portrait: Bianca Ickler-Leister, Operative Leiterin der ELVIS Teilladung

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Im Portrait: Bianca Ickler-Leister, Operative Leiterin der ELVIS Teilladung

Seit dem 1. Januar 2026 liegt der operative nationale Bereich der ELVIS Teilladung in der Verantwortung von Bianca Ickler-Leister. Sie führt die Bereiche Betriebsleitung, Disposition, Abrechnung und Service national und gestaltet deren Weiterentwicklung gemeinsam mit den bestehenden Führungskräften.

Beschreiben Sie bitte kurz Ihren Background. Was waren die wichtigsten Stationen Ihrer bisherigen Karriere?

Seit der Ausbildung zur Speditionskauffrau vor über dreißig Jahren bei Schenker in Lohfelden (Kassel), bin ich stets mit Herzblut in verschiedensten Bereichen der Speditionswelt tätig gewesen. Vor allem die Themen Disposition, Kundenbetreuung und grenzüberschreitende Verkehre waren meine bevorzugten Aufgabengebiete.

Durch mein Faible für die internationalen Landverkehre, folgte die Fortbildung zur IHK geprüften Fachkauffrau für Außenwirtschaft und berufliche Stationen als Führungskraft bei BWG Reimer GmbH & Co., der Kühne + Nagel (AG & Co.) KG, sowie als internationale Speditionsleitung der Erich Schmelz GmbH & Co. KG. Bis zum Start im Januar 2026 beim ELVIS Team, arbeitete ich jahrelang bei meinem ursprünglichen Ausbildungsbetrieb Schenker in Lohfelden als Head of Direct Operations & Linehaul Management Land Transport.

Die Begeisterung gemeinsam mit anderen effektive Transportlösungen zu gestalten, ausgeprägte Teamfähigkeit und Kundenorientierung, aber auch meine Verbundenheit mit der Heimatregion Nordhessen haben mich stets angespornt und begleitet.

Sie haben Anfang des Jahres die operative Leitung bei der ELVIS Teilladungssystem GmbH in Knüllwald angetreten? Wie ist der erste Eindruck?

Alles in allem absolut positiv. Ich wurde von den neuen Kollegen sehr freundlich aufgenommen und man fühlt sich hier wirklich willkommen. Das Team in Knüllwald, wie auch in Alzenau, ist extrem motiviert und hat spürbare Freude an dem, was man tut.

Was war Ihre beste Entscheidung in Ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn?

Nicht den Vertrag für den Ausbildungsplatz bei einer Bank zu unterzeichnen, sondern die Ausbildung in einer Spedition zu starten.

Was hat Sie an Ihrem neuen Aufgabenfeld bei ELVIS am meisten gereizt?

Die vielfältigen Tätigkeitsfelder und Projektideen bei ELVIS, wie auch die weltoffene, moderne Herangehensweise der Führungsriege sind sehr inspirierend und machen den Arbeitsalltag besonders abwechslungsreich. Eigenständiges, kreatives Handeln ist wirklich gewünscht und nicht nur eine Floskel.

Wie würden Sie die aktuelle Situation auf dem Markt umschreiben und wo sehen Sie uns perspektivisch in zwei bis drei Jahren?

Allgemein ist die wirtschaftliche Situation in Deutschland herausfordernd, doch oftmals sorgt genau das für positive Effekte und neue Impulse bei den Unternehmen. Die verladende Wirtschaft benötigt vor allem jetzt zuverlässige Transportkonzepte, wie die des ELVIS Teilladungssystems und partnerschaftliches, serviceorientiertes Handeln wird sich dauerhaft beim Kunden etablieren. Vor allem das Teilladungssegment bereitet vielen, bei weiterhin knappen Laderaumressourcen, Schwierigkeiten und daher sehe ich im HUB-Konzept sowie unserem Partnerschaftsverbund enorme Chancen und beste Zukunftsaussichten.

Wo liegen die größten Herausforderungen unserer Branche? 

Junge Menschen für unser Berufsfeld zu finden und langfristig in unseren Unternehmen zu halten. Leider genießt unsere Branche – nach wie vor – nicht den besten Ruf. Man bedenke nur einmal, in wie vielen Filmen der Spediteur als negativ und kriminell dargestellt wird.

Arbeit ist nur das halbe Leben. Wie verbringen Sie am liebsten Ihre Freizeit?

Gemeinsam mit meiner Familie, meinen beiden Katzen und meiner Hündin Kimono. Generell bin ich sehr begeisterungsfähig und mag es Neues zu erkunden, daher liebe ich auch Reisen aller Art. Egal ob in Deutschland, dem europäischen Ausland oder anderen Kontinenten, überall gibt es viel Sehenswertes und Menschen, die es lohnt kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Stellen Sie sich vor, man würde Ihnen spontan 10 Tage Urlaub an einem Ort Ihrer Wahl schenken. Wo müssten wir im Zweifelsfall nach Ihnen Ausschau halten?

In der Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha. Seit vielen Jahren nehme ich mir vor, einmal dorthin zu reisen, doch irgendwie kam bisher immer etwas dazwischen.

Wenn Sie eine berühmte Persönlichkeit treffen könnten, welche wäre das?

Ein Treffen mit einer prominenten Person ist für mich nicht unbedingt erstrebenswert. Ich denke jeder einzelne Mensch, egal mit welchem Background, kann Bedeutendes zu sagen haben oder durch seine Taten Besonderes leisten.

Welches Lied beschreibt am besten Ihr Leben im Moment?

Vielleicht… Elvis Presley „A Little Less Conversation”.

Welche außergewöhnliche Fähigkeit hätten Sie gerne und wie würden Sie diese nutzen?

Das Beherrschen vieler verschiedener Sprachen, um die alltägliche Kommunikation mit den Fahrern zu verbessern.

Wenn Sie für einen Tag die Zeit zurückdrehen könnten, was würden Sie ändern?

Es würde mir spontan sogar ein konkreter Tag dafür einfallen, doch ich glaube nicht, dass ich damit tatsächlich für irgendjemanden nachhaltig etwas hätte verbessern können.

ELVIS Marktreport: Fachkräftemangel und Personalkosten belasten Transportbranche

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ELVIS Marktreport: Fachkräftemangel und Personalkosten belasten Transportbranche

  • Deutsche Wirtschaft stagniert weiterhin
  • Kapazitätsengpässe und fehlendes Personal verschärfen Anspannung im Lkw-Transportmarkt
  • Transparente Kennzahlen gewinnen für Transportbetriebe an Bedeutung
ELVIS Marktreport 3/2025
Im Zuge des aktuellen Marktreports betont ELVIS-Vorstand Nikolja Grabowski, dass transparente Kennzahlen Transportbetrieben helfen, effizient auf Marktveränderungen zu reagieren und Automatisierungstechnologien wie KI gezielt einzusetzen. (Foto: ELVIS AG)

Alzenau, 26. November 2025 – Die Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (ELVIS) AG sieht die wirtschaftliche Lage in Deutschland in ihrem aktuellen Marktreport für das dritte Quartal 2025 weiterhin kritisch: Das Wachstum stagniert, belastet von globalen Unsicherheiten und einer unentschlossenen Wirtschaftspolitik. Zum Jahresende ruhen die Hoffnungen daher vor allem auf Handel und Konsumgütern. Der Lkw-Transportmarkt zeigt saisonbedingt zwar leicht steigende Aktivitäten, bleibt jedoch unter dem Vorjahresniveau. Reduzierte Kapazitäten sowie der anhaltende Fachkräftemangel führen zu einer angespannten Marktlage, während steigende Personalkosten die Situation zusätzlich verschärfen. Für Transportbetriebe werden transparente Kennzahlen zunehmend entscheidend, um schnell und flexibel reagieren zu können.

„Die deutsche Wirtschaft tritt weiter auf der Stelle: Globale Krisen und unklare wirtschaftspolitische Entscheidungen verhindern derzeit jede Erholung“, sagt Nikolja Grabowski, Vorstand der ELVIS AG. Die Stagnation der deutschen Wirtschaft wird insbesondere am Bruttoinlandsprodukt (BIP) deutlich: Im dritten Quartal 2025 blieb dieses im Vergleich zum Vorquartal unverändert und legte im Vergleich zum Vorjahresquartal lediglich um 0,3 Prozent zu. Ähnlich zurückhaltend zeigt sich auch der Ifo Geschäftsklimaindex: Sowohl ifo-Geschäftsklima (+0,8 Prozent) als auch ifo-Geschäftslage (-0,5 Prozent) veränderten sich im Vergleich zum Vormonat (September 2025) kaum – lediglich die ifo-Geschäftserwartungen stiegen leicht um 2,0 Prozent.

Zudem verdeutlicht der Markreport, dass auch die Industrieproduktion schwächelt und bestenfalls durchwachsene Aussichten für das Jahresschlussquartal bietet: Im Vergleich zum Vormonat (August 2025) stieg die Leistung im Bereich Chemische Erzeugnisse um 1,3 Prozent, während sie im Maschinenbau um 1,1 Prozent leicht sank. Einzig der Automotive-Bereich verzeichnete ein starkes Plus von 12,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (September 2024) sanken die Werte jedoch in allen Bereichen: In der Chemiebranche um 0,1 Prozent, im Maschinenbau um 3,7 Prozent und im Bereich Kraftwagen und Kraftwagenteile um 1,6 Prozent. Auch die Produktion im Baugewerbe ging sowohl im Vergleich zum Vormonat (-0,9 Prozent; August 2025) als auch zum Vorjahresmonat (-2,2 Prozent; September 2024) zurück.

Zum Jahresende ruhen die Hoffnungen daher größtenteils auf dem Handel und dem Konsumgüterbereich: Im September 2025 blieb der Umsatz im Einzelhandel im Vergleich zum Vormonat stabil, während er im Internet- und Versandhandel um 3,4 Prozent zurückging. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen jedoch beide Werte geringfügig um 0,1 Prozent. Auch gesamtwirtschaftlich soll es wieder minimal bergauf gehen: „Aktuelle Prognosen rechnen für die kommenden Monate immerhin mit einem leichten Wirtschaftswachstum“, so Grabowski.

Im Lkw-Transportmarkt ist jedoch keine langfristige Erholung in Sicht. Zwar lag die Fahrleistung im Oktober 2025 saisonbedingt auf hohem Niveau – die Lkw-Maut-Kilometer stiegen im Vergleich zum Vormonat um 2,6 Prozent – dennoch blieben sie 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig sorgen reduzierte Kapazitäten weiterhin für eine angespannte Marktlage. Das Transportbarometer, das das Verhältnis von Fracht- zu Laderaum im Spotmarkt misst, sank im Vergleich zum Vormonat um 5,8 Prozent und zum Vorjahresmonat um 1,2 Prozent. „Auch im Lkw-Transportmarkt bleiben die Perspektiven für die kommenden Wochen schwach“, fasst Grabowski zusammen. „Viele Kunden melden bereits verfrühte Betriebsschließungen zum Jahresende, sodass der Dezember voraussichtlich wenig Volumen bringen wird.“ Das spiegelt sich ebenfalls in den ifo-Konjunkturperspektiven für den Bereich Güterbeförderung im Straßenverkehr wider: Dort sind die Umsatzerwartungen im Oktober 2025 sowohl im Vergleich zum Vormonat (-4,2 Prozent) als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat (-12,8 Prozent) deutlich gesunken.

Ein kleiner Lichtblick für die Branche: Die Kostenentwicklung hat sich in den letzten Monaten weitestgehend stabilisiert. Die Erzeugerpreise im Straßengüterverkehr sind im zweiten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorquartal nur leicht gestiegen (+0,6 Prozent), in der Lagerei sind sie weitestgehend gleichgeblieben (+0,3 Prozent). Auch die Erzeugerpreise für Lkw (+0,2 Prozent), Sattelzug (0,0 Prozent) und Trailer (-0,1 Prozent) bleiben nahezu unverändert. Die Kosten für Dieselkraftstoff sind währenddessen im Vergleich zum Vormonat sogar um 1,4 Prozent gesunken.

Allerdings liegen die Personalkosten weiterhin deutlich über dem allgemeinen Teuerungsniveau. Im zweiten Quartal 2025 stieg der Index für den durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst im Vergleich zum Vorquartal um 2,1 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,7 Prozent. Hinzu kommt der anhaltende Fachkräftemangel: Die Transport- und Logistikbranche kämpft speziell mit fehlenden Lkw-Fahrern. „Das fehlende Personal und die gleichzeitig steigenden Kosten in diesem Bereich gehören aktuell zu den größten Herausforderungen des Lkw-Transportmarktes“, warnt Grabowski.

Vor diesem Hintergrund betont der Speditionsverbund, dass aktuelle und transparente operative sowie finanzielle Kennzahlen für Transportbetriebe immer wichtiger werden: Sie ermöglichen den Unternehmen, schnell und gezielt auf die Marktbedingungen zu reagieren. „Auch im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung gewinnt eine umfassende und gut strukturierte Datenlage zunehmend an Bedeutung“, sagt Grabowski. „Sie schafft die Basis dafür, mit Hilfe von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz effizienter zu arbeiten – ein klarer Wettbewerbsvorteil in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.“

Über die ELVIS AG und die ELVIS Teilladungssystem GmbH

Die ELVIS AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure) ist der führende Verbund von Lkw-Speditionen und Frachtführern Europas und die Interessensvertretung von über 250 Partnerunternehmen. Über seine Partner ist der Verbund an 350 Standorten in Deutschland und in mehr als 30 Ländern Europas vertreten. Primäres Ziel der ELVIS AG ist es, Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu realisieren, die sich aufgrund von Skaleneffekten und der Zusammenarbeit untereinander ergeben.
Zum Leistungsportfolio des Verbundes zählen der zentrale Einkauf von Waren und Dienstleistungen, der eigene Onlineshop „ELVIS Truckstar“ sowie Beratungslösungen. ELVIS informiert seine Partner frühzeitig über alle Markt- und Branchenveränderungen sowie über relevante politische Entwicklungen und deren Auswirkungen.

Als Dachorganisation fungiert der Verbund als zentraler Ansprechpartner und Interessensvertretung seiner Partner gegenüber Politik und Verwaltung. Mit dem Ziel, praxisrelevante Mehrwerte und Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu generieren, initiiert und betreut die ELVIS AG zudem regelmäßig Pilotprojekte und Kooperationen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Zudem bestehen unter dem Dach der ELVIS AG verschiedene operative Netzwerke: ein Part Load Network, ein Full Load Network, ein Volume Load Network, ein Baustoffnetzwerk sowie ein Palettenportal. Die ELVIS AG besteht seit 2006 und verfügt mittels ihrer Partner heute über eine Flotte von mehr als 19.000 Lkw.

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ELVIS Marktreport: Wirtschaftliche Belastungen bringen Transportbranche an ihre Grenzen

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Basierend auf dem jüngsten Markreport rät ELVIS-Vorstand Nikolja Grabowski dazu, in moderne Technologien zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. (Foto: ELVIS AG)

ELVIS Marktreport: Wirtschaftliche Belastungen bringen Transportbranche an ihre Grenzen

  • Trendwende für deutsche Wirtschaft bleibt aus
  • Stabiles Auftragsvolumen trifft auf knappe Laderaumkapazitäten und hohe Personalkosten
  • Steigende Insolvenzzahlen sind deutliches Warnsignal

Alzenau, 29. August 2025 – Die Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (ELVIS) AG zeichnet in ihrem aktuellen Marktreport für das zweite Quartal 2025 weiterhin ein kritisches Bild der wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Zwar hat sich der Abwärtstrend in der Gesamtwirtschaft und in der Lkw-Transportbranche verlangsamt, doch der Mangel an verfügbarem Laderaum sowie steigende Kosten im Personalbereich setzen Transportunternehmen zunehmend unter Druck. Von den angekündigten Investitionspaketen der neuen Regierung sind bislang keine spürbaren Impulse ausgegangen. Stattdessen belasten bürokratische Hürden und hohe Abgaben die Branche zusätzlich. Der Speditionsverbund empfiehlt Unternehmen daher, die eigenen Kosten- und Preisstrukturen kritisch zu prüfen und gezielt in moderne Technologien zu investieren, um ihre Rentabilität zu sichern.

„Von einer Trendwende kann derzeit keine Rede sein: Die deutsche Wirtschaft tritt auf der Stelle, die erhoffte Erholung bleibt aus. Besonders die schwache Produktion im verarbeitenden Gewerbe ist alarmierend und hat gravierende Folgen für die Wirtschaft“, sagt Nikolja Grabowski, Vorstand der ELVIS AG. So zeigt der aktuelle Marktreport, dass sich die Leistung der deutschen Industrieproduktion erheblich verschlechtert hat. Besonders deutlich wird dies im Jahresvergleich: Während die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen im Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang um 4,8 Prozent verzeichnete, lag das Minus in der Chemieproduktion bereits bei 7,6 Prozent, im Maschinenbau sogar bei 8,7 Prozent. Insgesamt sank die industrielle Produktion damit durchschnittlich um 6,9 Prozent. Trotz dieser Entwicklung bleibt die Stimmung in den Unternehmen positiv: Sowohl das ifo-Geschäftsklima (+1,8 Prozent) als auch die ifo-Geschäftserwartungen (+4,4 Prozent) legten im Juli 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Lediglich die ifo-Geschäftslage verzeichnete ein leichtes Minus von 0,7 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat (Juni 2025) blieben alle drei Indikatoren nahezu unverändert (Geschäftsklima: +0,2 Prozent; Geschäftslage: +0,3 Prozent; Geschäftserwartungen: +0,1 Prozent).

Auch für die Transportbranche gibt es keinen richtigen Aufschwung: Im Juni 2025 ging die monatliche Lkw-Maut-Fahrleistung im Vergleich zum Vormonat leicht zurück (-4,0 Prozent). Ein Lichtblick: Die Sendungsvolumina bleiben stabil – auch die ifo-Konjunkturperspektiven für den Bereich „Güterbeförderung im Straßenverkehr“ zeigen sich positiv. So legten die ifo-Geschäftserwartungen sowohl gegenüber dem Vormonat (+7,8 Prozent; Juni 2025) als auch gegenüber dem Vorjahresmonat (+10,8 Prozent; Juli 2024) deutlich zu. Zudem ist auch das Transportaufkommen von Teilladungen im Jahresvergleich kräftig gestiegen (+8,3 Prozent; Juli 2024). Gestützt wird diese Entwicklung durch eine nicht-repräsentative Umfrage unter den ELVIS-Partnern: Dort gab die Mehrheit der befragten Unternehmen an, dass das Transportvolumen in den nächsten vier Wochen gleichbleibe, sowohl in den Branchen Baustoff (48,98 Prozent), Chemie (29,17 Prozent) und Industrie (46,94 Prozent) als auch im Handel (52,94 Prozent). Lediglich im Automotive-Bereich rechnen die meisten Unternehmen mit einem Rückgang (38,78 Prozent). Darüber hinaus bleibt der verfügbare Laderaum aufgrund des anhaltenden Kapazitätsabbaus knapp. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Transportbarometer wider: Im Juli 2025 lag das Verhältnis von Fracht zu Laderaum im innerdeutschen Spotmarkt um 12,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat. „Zuletzt hat sich der Markt allerdings leicht entspannt – vermutlich aufgrund der beginnenden Ferienzeit, die den Druck kurzfristig mindert“, erklärt Grabowski. So ging der Wert im Vergleich zum Vormonat um 5,7 Prozent zurück. „Von Dauer wird diese Entlastung allerdings nicht sein“, ergänzt der ELVIS-Vorstand.

Während die Großhandelsverkaufspreise sich im Vergleich zum Vorjahresmonat kaum verändert haben (+0,5 Prozent; Juli 2024), bleiben die Treibstoffkosten moderat niedrig: Sie stiegen im Vergleich zum Vormonat lediglich um 1,0 Prozent (Juni 2025) und sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,1 Prozent (Juli 2024). Einen deutlichen Kostenanstieg verzeichnet der Marktreport allerdings im Bereich Personal: Bereits im ersten Quartal 2025 stiegen die Personalkosten basierend auf den Bruttomonatsverdiensten um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. „Die personalintensive Transportdienstleistung wird zunehmend teurer. Diese steigenden Kosten belasten unsere Branche erheblich“, fasst Grabowski zusammen.

Auch der Regierungswechsel und die angekündigten Investitionspakete hatten bisher keinerlei positive Auswirkungen. „Die aktuelle weltpolitische Lage sorgt für zusätzliche Unsicherheit und verhindert jede Aufbruchsstimmung. Die unklaren Entwicklungen und globalen Risiken erschweren den Unternehmen die wirtschaftliche Planung“, sagt Grabowski. Insbesondere hohe Abgaben und bürokratische Hürden spitzen die Lage in der Transportbranche zu: „Die zuletzt spürbar gestiegenen Insolvenzzahlen verdeutlichen, wie stark die Transportwirtschaft unter Kostendruck, Fachkräftemangel und regulatorischen Belastungen leidet – ein ernstzunehmendes Alarmsignal und vermutlich nur die Spitze des Eisbergs“, warnt der ELVIS-Vorstand. Unternehmen müssen daher permanent ihre Kosten- und Preisstrukturen evaluieren und anpassen, um die eigene Rentabilität stets auf das Maximum zu bringen. „Ein weiterer Hebel besteht darin, auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gezielt in moderne Technologien zu investieren, um Abläufe zu digitalisieren und effizient zu optimieren“, resümiert Grabowski.

Über die ELVIS AG und die ELVIS Teilladungssystem GmbH

Die ELVIS AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure) ist der führende Verbund von Lkw-Speditionen und Frachtführern Europas und die Interessensvertretung von über 250 Partnerunternehmen. Über seine Partner ist der Verbund an 350 Standorten in Deutschland und in mehr als 30 Ländern Europas vertreten. Primäres Ziel der ELVIS AG ist es, Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu realisieren, die sich aufgrund von Skaleneffekten und der Zusammenarbeit untereinander ergeben.
Zum Leistungsportfolio des Verbundes zählen der zentrale Einkauf von Waren und Dienstleistungen, der eigene Onlineshop „ELVIS Truckstar“ sowie Beratungslösungen. ELVIS informiert seine Partner frühzeitig über alle Markt- und Branchenveränderungen sowie über relevante politische Entwicklungen und deren Auswirkungen.

Als Dachorganisation fungiert der Verbund als zentraler Ansprechpartner und Interessensvertretung seiner Partner gegenüber Politik und Verwaltung. Mit dem Ziel, praxisrelevante Mehrwerte und Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu generieren, initiiert und betreut die ELVIS AG zudem regelmäßig Pilotprojekte und Kooperationen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Zudem bestehen unter dem Dach der ELVIS AG verschiedene operative Netzwerke: ein Part Load Network, ein Full Load Network, ein Volume Load Network, ein Baustoffnetzwerk sowie ein Palettenportal. Die ELVIS AG besteht seit 2006 und verfügt mittels ihrer Partner heute über eine Flotte von mehr als 19.000 Lkw.

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ELVIS Marktreport: Saisonale Transportbelebung trifft auf anhaltende Kapazitätsengpässe

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Die lang erwartete Frühjahrsbelebung führt laut aktuellem ELVIS-Marktreport zwar zu einer höheren Gesamtfahrleistung, bringt Speditionen jedoch angesichts knapper Laderaumkapazitäten schnell an ihre Grenzen. (Foto: ELVIS AG)

ELVIS Marktreport: Saisonale Transportbelebung trifft auf anhaltende Kapazitätsengpässe

  • Deutsche Wirtschaft bleibt weiter ohne Aufschwung
  • Saisonale Bedarfsspitzen erfordern präzise Transportplanung
  • Laderaum-Garantien bringen zusätzliche Kosten mit sich

Alzenau, 27. Mai 2025 – Die Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (ELVIS) AG zieht in ihrem aktuellen Marktreport zum ersten Quartal 2025 ein gemischtes Fazit: Die deutsche Wirtschaft hat sich nach wie vor nicht erholt. Während der Onlinehandel weiter wächst und das Baugewerbe leicht vom milden Frühjahr profitiert, sorgen die Immobilienflaute und schwache Industriezahlen für andauernde Zurückhaltung. Der Transportmarkt verzeichnet zwar eine saisonale Belebung, stößt jedoch – wie im Vorquartal prognostiziert – rasch an seine Kapazitätsgrenzen. Trotz ausbleibender Investitionsimpulse steigen zudem die Preise für Lkw und Sattelzüge, was vor allem auf die zunehmende Verbreitung teurer Elektro-Modelle zurückzuführen ist. Angesichts geringer Marktpuffer rät der Verbund zu einer frühzeitigen Abstimmung zwischen Spedition und Verlader. Dabei sind Laderaum-Garantien mit zusätzlichen Kosten verbunden, die auch in Zeiten schwächerer Nachfrage berücksichtigt werden müssen.

„Die anhaltende Stagnation der deutschen Wirtschaft im ersten Quartal verlangt von den Unternehmen Flexibilität und vorausschauende Planung, um auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig zu bleiben“, sagt Nikolja Grabowski, Vorstand der ELVIS AG, mit Blick auf die aktuelle Marktlage. Der ELVIS-Marktreport zeigt, dass die deutsche Wirtschaft auch im ersten Quartal des Jahres keine Trendwende einleiten konnte. Mit einem BIP-Anstieg von lediglich 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal liegt die wirtschaftliche Entwicklung weiter geringfügig unter dem Vorjahresniveau (-0,2 Prozent). Während das Baugewerbe im Vergleich zum Vormonat leicht vom milden Frühjahr und angekündigten staatlichen Investitionen in die Infrastruktur profitiert (+2,1 Prozent), belasten die anhaltende Immobilienflaute sowie schwache Zahlen aus der Automobil- und Chemiebranche das gesamtwirtschaftliche Bild. So sank die Produktion chemischer Erzeugnisse im März 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,5 Prozent, während die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen lediglich um 1,5 Prozent zunahm. Einzig der Konsumsektor zeigt sich, insbesondere im Internet- und Versandhandel, mit einem Umsatzanstieg von 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestärkt. Dementsprechend zurückhaltend fällt auch die Einschätzung der Unternehmen zur aktuellen Marktsituation aus: Laut ifo-Index verschlechterte sich im April 2025 das Geschäftsklima um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. „Dieser Rückgang signalisiert deutlich, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin von großer Unsicherheit geprägt ist“, erklärt Grabowski.

Auch im Transportmarkt zeigt sich ein gemischtes Bild. Einerseits stieg die Gesamtfahrleistung im März 2025 durch die saisonale Belebung deutlich im Vergleich zum Vormonat um 9,4 Prozent. Gleichzeitig nahm das Verhältnis von Fracht zu verfügbarem Laderaum im innerdeutschen Spotmarkt laut ELVIS-Transportbarometer im April 2025 im Vergleich zum Vormonat schlagartig um 22,1 Prozent zu. „Diese aktuellen Daten aus den Osterwochen verdeutlichen, wie schnell verfügbare Kapazitäten ausgelastet sein können und der Markt an seine Grenzen stößt“, fasst Grabowski zusammen. Damit einher gehen die getrübten ifo-Konjunkturperspektiven für den Bereich „Güterbeförderung im Straßenverkehr“. Insbesondere die Geschäftserwartungen verschlechterten sich im April 2025 deutlich – sie sanken im Vergleich zum Vormonat um 30,1 Prozent. In einer nicht-repräsentativen Umfrage der ELVIS AG zeigen sich die befragten Speditionen etwas optimistischer: Rund 66,7 Prozent von ihnen gaben an, dass ihre Geschäftserwartung für die nächsten vier Wochen unverändert bleibt.

Obwohl die Investitionsbereitschaft der Fuhrparkbetreiber weiterhin verhalten ist, stiegen die Preise für Fahrzeuge weiter: bei Lkw um 2,5 Prozent, bei Sattelzügen sogar um 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das liege jedoch nicht etwa an steigenden Preisen für klassische Diesel-Lkw: „Angesichts der um bis zu 30 Prozent rückläufigen Zulassungszahlen gehen wir davon aus, dass die gestiegenen Preisindizes vor allem auf die hohen Anschaffungskosten von Elektro-Lkw zurückzuführen sind, die den durchschnittlichen Fahrzeugpreis nach oben treiben“, erklärt Grabowski. Während die Preise klassischer Diesel-Modelle stabil bleiben, bewegen sich auch die Dieselkraftstoffpreise weiter auf einem niedrigen Niveau: Sie sind im März 2025 sowohl im Vergleich zum Vormonat (-5,3 Prozent) als auch zum Vorjahresmonat (-8,1 Prozent) gesunken.

„Die Entwicklungen des ersten Quartals bestätigen unsere Prognosen aus vorherigen Marktreports: Trotz moderatem Mengenwachstum waren die verfügbaren Transportkapazitäten nahezu sofort ausgelastet. Insolvenzen, verkleinerte Fuhrparks und andere Herausforderungen sorgen zusätzlich für geringe Marktpuffer und erschweren die Bewältigung von Nachfragespitzen“, resümiert Grabowski. Ein signifikanter Ausbau der Fuhrparks sei angesichts der wirtschaftlichen Gesamtlage derzeit jedoch nicht zu erwarten. „Umso wichtiger ist eine frühzeitige und präzise Abstimmung zwischen Verladern und Speditionen – insbesondere mit Blick auf saisonale Schwankungen und Feiertagswochen“, sagt Grabowski und attestiert abschließend: „Möchte der Kunde Laderaum-Garantien, muss er auch bereit sein, dafür zu zahlen.“

Über die ELVIS AG und die ELVIS Teilladungssystem GmbH

Die ELVIS AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure) ist der führende Verbund von Lkw-Speditionen und Frachtführern Europas und die Interessensvertretung von über 250 Partnerunternehmen. Über seine Partner ist der Verbund an 350 Standorten in Deutschland und in mehr als 30 Ländern Europas vertreten. Primäres Ziel der ELVIS AG ist es, Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu realisieren, die sich aufgrund von Skaleneffekten und der Zusammenarbeit untereinander ergeben.
Zum Leistungsportfolio des Verbundes zählen der zentrale Einkauf von Waren und Dienstleistungen, der eigene Onlineshop „ELVIS Truckstar“ sowie Beratungslösungen. ELVIS informiert seine Partner frühzeitig über alle Markt- und Branchenveränderungen sowie über relevante politische Entwicklungen und deren Auswirkungen.

Als Dachorganisation fungiert der Verbund als zentraler Ansprechpartner und Interessensvertretung seiner Partner gegenüber Politik und Verwaltung. Mit dem Ziel, praxisrelevante Mehrwerte und Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu generieren, initiiert und betreut die ELVIS AG zudem regelmäßig Pilotprojekte und Kooperationen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Zudem bestehen unter dem Dach der ELVIS AG verschiedene operative Netzwerke: ein Part Load Network, ein Full Load Network, ein Volume Load Network, ein Baustoffnetzwerk sowie ein Palettenportal. Die ELVIS AG besteht seit 2006 und verfügt mittels ihrer Partner heute über eine Flotte von mehr als 19.000 Lkw.

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Neues Konzept: ELVIS ermöglicht Partnern den Zugang zu effizienten Containerverkehren zwischen Europa und Südostasien

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Mit der Unterstützung von APX Logistics Solutions ermöglicht ELVIS SEAL transparente und kosteneffiziente Containerverkehre zwischen Südostasien und Europa. (Foto: Bigstockphoto.com)

Neues Konzept: ELVIS ermöglicht Partnern den Zugang zu effizienten Containerverkehren zwischen Europa und Südostasien

Alzenau, 06. März 2025 – Die Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (ELVIS) AG setzt mit dem ELVIS South East Asia Link (SEAL) auf ein neues Verkehrskonzept: Gemeinsam mit APX Logistics Solutions führt der Speditionsverbund für seine Partnerunternehmen ab sofort Containerverkehre zwischen Europa und Südostasien durch. Dadurch erhalten diese die Möglichkeit, neue Märkte zu erschließen und profitieren gleichzeitig von festen Frachtpreisen sowie einer transparenten Nachverfolgung. Während Export-Services nach Thailand, Malaysia, Singapur und Vietnam angeboten werden, sind importseitige Transporte nach Europa aus ganz Südostasien möglich. Zudem können Sendungen bei Bedarf per Luftfracht abgewickelt werden.

„Mit dem ELVIS South East Asia Link (SEAL) ermöglichen wir unseren Partnern kosteneffiziente Import- und Exportlösungen für Südostasien – eine der wirtschaftlich dynamischsten und wachstumsstärksten Region der Welt“, sagt Nikolja Grabowski, Vorstand der ELVIS AG. Mit dem neuen Konzept verfolgt der Speditionsverbund das Ziel, seine Partnerunternehmen bei der Erschließung neuer Märkte zu unterstützen: „Durch ELVIS SEAL können Speditionen ihr Leistungsportfolio deutlich erweitern, Neukunden gewinnen und sich insgesamt als Unternehmen breiter aufstellen. Diese Diversifizierung stärkt ihre Resilienz und verschafft ihnen einen erheblichen Wettbewerbsvorteil in der anspruchsvollen Logistikbranche.“

Üblicherweise werden die Transportkosten durch unterschiedliche Handelsklauseln (International Commercial Terms; Incoterms) in Verträgen zwischen Exporteur und Importeur aufgeteilt und anteilig von Versender und Empfänger gezahlt. Allerdings fallen neben der Seefracht oft zahlreiche, nur schwer nachvollziehbare Nebenkosten an, die Unternehmen zusätzlich belasten – insbesondere bei Teilcontainerladungen. Das neu entwickelte Konzept des Speditionsverbundes sorgt dafür, dass Export- und Importverkehre für Partnerspeditionen auf möglichst einfache Weise abgewickelt werden. „Wir garantieren unseren Partnern klar kalkulierbare Door-to-Door-Preise, die vor allem bei Less than Container Load (LCL)-Sendungen für Transparenz sorgen und unerwartete Zusatzkosten ausschließen“, fasst Grabowski zusammen.

Maximale Transparenz entlang der Transportkette

Das Konzept ELVIS SEAL ermöglicht sowohl Exporte nach Thailand, Malaysia, Singapur und Vietnam als auch Importe aus ganz Südostasien nach Europa. In Südostasien profitieren der Speditionsverbund und seine Partnerunternehmen von der Expertise von APX Logistics Solutions: Das Unternehmen mit Sitz in Bangkok organisiert die Verzollung und Weiterleitung über das eigene Distributionsnetzwerk, übernimmt die finale Zustellung und garantiert tägliche Anschlüsse in die Nachbarländer. Uwe Dettmann, Gründer und CEO von APX Logistics Solutions, erklärt: „Durch unsere umfassende LTL-Infrastruktur verbinden APX und ELVIS Unternehmen in Südostasien und Europa mit unvergleichlicher Effizienz und Zuverlässigkeit. Unser ganzheitliches Logistik-System beseitigt die Komplexität des internationalen Handels, sodass sich Unternehmen voll und ganz auf ihr Wachstum konzentrieren können.“

Durch die Zusammenarbeit kontrollieren ELVIS und APX Logistics Solutions die gesamte Transportkette von der Abholung bis zur Auslieferung und sind so unabhängig von externen Dienstleistern. Dabei setzt das System auf eine eigene Vorhol- und Zustellorganisation sowie auf sein flächendeckendes Transportnetz, das 200 Depots in Europa und Südostasien umfasst. Dank innovativer IT-Lösungen können die Partnerunternehmen die Sendungen zudem jederzeit live verfolgen.

Flexible Zustellungsmöglichkeiten

Für den Transport nach Südostasien werden die Sendungen zunächst zum ELVIS Zentralhub im hessischen Knüllwald gebracht und konsolidiert. Die Fracht wird anschließend nach Hamburg transportiert und von dort aus verschifft. Nach einer Laufzeit von circa 30 Tagen treffen die Container in Südostasien ein. Vor Ort sorgt APX Logistics Solutions dank seines engmaschigen Netzwerks für die pünktliche Zustellung in Thailand, Malaysia, Vietnam und Singapur.
Für zeitkritische Transporte bietet ELVIS über einen Kooperationspartner außerdem die Möglichkeit an, Transporte per Luftfracht ab allen europäischen Flughäfen durchzuführen. An den Standorten Frankfurt und München stehen dazu eigene Frachtröntgenanlagen zur Verfügung, die die Abwicklung zusätzlich erleichtern.

Pionier in Südostasien

Mitinitiator APX Logistics Solutions wurde 2021 gegründet. Seitdem setzt das in Bangkok ansässige Unternehmen mit seinem vollständig digitalisierten durchgängigen Transportnetz für Sammelgut- und LTL-Sendungen neue Maßstäbe in der Logistik Südostasiens. Mit festen Fahrplänen und einem speziellen Hub-and-Spoke-System hebt sich APX als das am schnellsten wachsende Logistiknetzwerk in der Wirtschaftsregion hervor. 

 


Weitere Informationen über die ELVIS AG gibt es unter:
https://www.elvis-ag.com/elvis-seal 

Weitere Informationen über APX Logistics Solutions gibt es unter:
https://apx.group/ 

Über die ELVIS AG und die ELVIS Teilladungssystem GmbH

Die ELVIS AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure) ist der führende Verbund von Lkw-Speditionen und Frachtführern Europas und die Interessensvertretung von über 250 Partnerunternehmen. Über seine Partner ist der Verbund an 350 Standorten in Deutschland und in mehr als 30 Ländern Europas vertreten. Primäres Ziel der ELVIS AG ist es, Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu realisieren, die sich aufgrund von Skaleneffekten und der Zusammenarbeit untereinander ergeben.
Zum Leistungsportfolio des Verbundes zählen der zentrale Einkauf von Waren und Dienstleistungen, der eigene Onlineshop „ELVIS Truckstar“ sowie Beratungslösungen. ELVIS informiert seine Partner frühzeitig über alle Markt- und Branchenveränderungen sowie über relevante politische Entwicklungen und deren Auswirkungen.

Als Dachorganisation fungiert der Verbund als zentraler Ansprechpartner und Interessensvertretung seiner Partner gegenüber Politik und Verwaltung. Mit dem Ziel, praxisrelevante Mehrwerte und Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu generieren, initiiert und betreut die ELVIS AG zudem regelmäßig Pilotprojekte und Kooperationen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Zudem bestehen unter dem Dach der ELVIS AG verschiedene operative Netzwerke: ein Part Load Network, ein Full Load Network, ein Volume Load Network, ein Baustoffnetzwerk sowie ein Palettenportal. Die ELVIS AG besteht seit 2006 und verfügt mittels ihrer Partner heute über eine Flotte von mehr als 19.000 Lkw.

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ELVIS Marktreport: Schwächelnde Wirtschaft und schrumpfende Fuhrparks gefährden Transportkapazitäten

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Die ELVIS AG warnt vor knappem Laderaum und hohen Preisen, die aufgrund mangelnder Reserven nicht ausgeglichen werden können. (Foto: ELVIS AG)

ELVIS Marktreport: Schwächelnde Wirtschaft und schrumpfende Fuhrparks gefährden Transportkapazitäten

  • Deutsche Wirtschaft zeigte auch 2024 keine Erholung
  • Online-Handel einer der wenigen Lichtblicke für den Transportmarkt
  • Reduzierte Fuhrparks sorgen für mangelnde Lkw- und Fahrerreserven

Alzenau, 27. Februar 2025 – Die Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (ELVIS) AG zieht in ihrem jüngsten Marktreport für das vierte Quartal 2024 ein ernüchterndes Resümee: Das vergangene Jahr endete erneut mit einem leichten Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP). Zwar wurde der Transportmarkt im Schlussquartal noch durch Konsum und Handel stabilisiert, jedoch führt die Mautausweitung auf kleinere Fahrzeuge zu verzerrten Vergleichswerten bei der Gesamtfahrleistung. Im Zuge der einsetzenden Frühjahrsbelebung bleibt insbesondere die anhaltende Reduzierung von Fuhrparks problematisch: Bereits bei leicht steigender Nachfrage drohen Laderaumknappheit und Preissprünge. Da Reserven aufgrund des herrschenden Preisdrucks im Markt weitgehend abgebaut wurden, sollten Verlader in saisonalen Spitzen frühzeitig mit Logistikdienstleistern in den Dialog gehen.

„Unser aktueller Marktreport bestätigt, dass sich die Entwicklungen aus 2023 fortsetzen: Die Wirtschaft hat sich auch 2024 nicht erholt. Mit einem BIP-Rückgang von 0,2 Prozent schrumpft sie bereits das zweite Jahr in Folge“, sagt Nikolja Grabowski, Vorstand der ELVIS AG. Zwar werde für die kommenden zwölf Monate ein minimales Wachstum prognostiziert, doch eine richtige Trendwende sei nicht in Sicht. Die angespannte Lage spiegelt sich vor allem im produzierenden Gewerbe wider. Insbesondere der Automotive-Sektor bewegt sich auf einem historisch niedrigen Niveau: So ist die Leistung der deutschen Industrieproduktion im Bereich Kraftwagen und Kraftwagenteile im Dezember 2024 sowohl im Vergleich zum Vormonat (-10,0 Prozent) als auch zum Vorjahresmonat (-12,2 Prozent) gesunken.

Der Transportmarkt wurde laut ELVIS im letzten Quartal 2024 weiterhin hauptsächlich durch den Handel gestützt. Besonders dynamisch entwickelte sich der Internet- und Versandhandel, der im Dezember 2024 einen Umsatzanstieg von 5,3 Prozent im Vergleich zum November und sogar 15,5 Prozent gegenüber dem Dezember 2023 verzeichnete. Während die monatliche Lkw-Maut-Fahrleistung im Dezember 2024 gegenüber dem November um 20 Prozent zurückging, lag sie im Vergleich zum Dezember 2023 um 3,3 Prozent höher. Allerdings seien die Vergleichszahlen zur Gesamtfahrleistung aus dem Vorjahr leicht verzerrt. „Dadurch, dass seit Kurzem auch kleinere Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen mautpflichtig sind, erscheint die Gesamtfahrleistung um circa 1,6 Prozent höher, als sie tatsächlich ist“, erklärt Grabowski.

Zu Beginn des neuen Jahres sind die Transportunternehmen dennoch optimistisch: Im Januar 2025 zeigten alle drei Kennzahlen der ifo Konjunkturperspektiven für den Bereich „Güterbeförderung im Straßenverkehr“ im Vergleich zu Dezember 2024 nach oben (Geschäftsklima: 19,8 Prozent; Geschäftslage: 3,6 Prozent; Geschäftserwartungen: 41,5 Prozent). Noch deutlicher wird die Belebung im Jahresvergleich: Gegenüber Januar 2024 verzeichnen alle drei Kennzahlen deutliche Zuwächse von jeweils 35,2 Prozent, 17,2 Prozent und 59,1 Prozent. Auch die Umsatzerwartungen verzeichnen einen leichten Anstieg und liegen im Januar 2025 um 6,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Eine nicht-repräsentative Umfrage der ELVIS AG aus dem Februar dämpft diese positive Einstellung leicht: Darin gaben 44 Prozent der befragten Speditionen an, dass sich ihre Geschäftslage in den letzten vier Wochen verschlechtert habe. Fast die Hälfte (48 Prozent) geht jedoch davon aus, dass sich in den kommenden vier Wochen keine größeren Veränderungen ergeben werden.

Laut Marktreport ist auch die Kostenentwicklung stabil geblieben: Aufgrund der insgesamt moderaten Inflation haben sich Preise kaum verändert. Beispielsweise sind die Großhandelsverkaufspreise im Januar 2025 im Vergleich zum Januar 2024 nur leicht um 0,9 Prozent gestiegen. Auch die von ELVIS befragten Speditionen gehen davon aus, dass die Transportpreise in den nächsten vier Wochen entweder weiter fallen (34 Prozent) oder gleichbleiben werden (44 Prozent). Deutlich spürbarer fällt jedoch der Anstieg der Löhne für Lkw-Fahrer aus: Im dritten Quartal 2024 lagen die Personalkosten um 6,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals. Damit setzt sich der Aufholeffekt der Lohn-Preis-Spirale aus den vergangenen Quartalen fort.

Grund zur Sorge sieht der Speditionsverbund besonders in der anhaltenden Tendenz, den eigenen Fuhrpark weiter zu verkleinern – Experten gehen aktuell von einem Rückgang von 5 bis 10 Prozent aus. Bereits ein leichter Anstieg der Nachfrage führe voraussichtlich zu Laderaumknappheit und sprunghaft steigenden Preisen. In dieser Entwicklung sieht ELVIS eine große Herausforderung für die Branche: „Das bevorstehende Frühjahrsgeschäft wird die Transportkapazitäten stark fordern. Zuvor konnten Nachfrageschwankungen durch Reserve-Lkw und zusätzliche Fahrer ausgleichen werden – diese Puffer sind nun jedoch weitgehend abgebaut und kurzfristig nicht wieder verfügbar“, erklärt Grabowski. „Verlader sollten daher frühzeitig mit ihren Logistikdienstleistern in den Dialog treten, um Engpässe in saisonalen Spitzen zu vermeiden.“

Über die ELVIS AG und die ELVIS Teilladungssystem GmbH

Die ELVIS AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure) ist der führende Verbund von Lkw-Speditionen und Frachtführern Europas und die Interessensvertretung von über 250 Partnerunternehmen. Über seine Partner ist der Verbund an 350 Standorten in Deutschland und in mehr als 30 Ländern Europas vertreten. Primäres Ziel der ELVIS AG ist es, Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu realisieren, die sich aufgrund von Skaleneffekten und der Zusammenarbeit untereinander ergeben.
Zum Leistungsportfolio des Verbundes zählen der zentrale Einkauf von Waren und Dienstleistungen, der eigene Onlineshop „ELVIS Truckstar“ sowie Beratungslösungen. ELVIS informiert seine Partner frühzeitig über alle Markt- und Branchenveränderungen sowie über relevante politische Entwicklungen und deren Auswirkungen.

Als Dachorganisation fungiert der Verbund als zentraler Ansprechpartner und Interessensvertretung seiner Partner gegenüber Politik und Verwaltung. Mit dem Ziel, praxisrelevante Mehrwerte und Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu generieren, initiiert und betreut die ELVIS AG zudem regelmäßig Pilotprojekte und Kooperationen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Zudem bestehen unter dem Dach der ELVIS AG verschiedene operative Netzwerke: ein Part Load Network, ein Full Load Network, ein Volume Load Network, ein Baustoffnetzwerk sowie ein Palettenportal. Die ELVIS AG besteht seit 2006 und verfügt mittels ihrer Partner heute über eine Flotte von mehr als 19.000 Lkw.

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ELVIS unterstützt bei TMS-Umstellung

Blogbeitrag

ELVIS unterstützt bei TMS-Umstellung

Die Umstellung auf ein neues Transport-Management-System (TMS) kann eine große Herausforderung für Speditionen darstellen und zahlreiche Hürden mit sich bringen. Patrick Mohr, Projektmanager bei der ELVIS AG, berichtet im Interview, wie der Verbund bei solchen Projekten erfolgreich unterstützen kann.

WARUM BENÖTIGT ES ÜBERHAUPT EINE UMSTELLUNG AUF EIN NEUES TMS?

Die meisten Speditionen brauchen ab einem gewissen Punkt ein neues TMS – zum Beispiel, wenn die Hersteller des Systems keine Updates mehr herausgeben und die Technologie veraltet ist. Darüber hinaus sehen wir oft, dass ein Wechsel nötig wird, weil das Geschäftsmodell des Unternehmens nicht mehr im standardisierten System abgebildet werden kann und wichtige Funktionen fehlen.

Neue Lösungen hingegen bieten viele Möglichkeiten, um den modernen Anforderungen gerecht zu werden: So sind cloudbasierte Technologien höchst flexibel, mit anderen Systemen wie Warehouse-Management-Systeme (WMS) kompatibel und durch die Verwendung von Echtzeitdaten transparent. Sie optimieren nicht nur Prozesse, sondern automatisieren diese auch – dadurch wird die Effizienz gesteigert und zudem Kosten gespart, beispielsweise bei der Routenplanung. Auch beim Erreichen von Nachhaltigkeitszielen kann ein modernes System helfen, indem es die beim Transport entstehenden CO2-Emissionen nachverfolgt. Es spricht also vieles für einen Wechsel, wenn man merkt, dass das bisherige System an seine Grenzen kommt.

WELCHE HERAUSFORDERUNGEN GIBT ES DABEI?

Eine TMS-Umstellung ist ein großes Projekt, bei dem viele Aufgaben und Herausforderungen auf ein Unternehmen zukommen. Erst einmal sind wahnsinnig viele Daten in das neue System zu übertragen – das ist natürlich komplex und aufwendig. Außerdem muss das TMS in die bereits bestehenden IT-Systeme integriert und konfiguriert werden. Zudem müssen die Mitarbeiter ausreichend geschult werden, um den Umgang mit dem neuen System zu erlernen.

Während der Umstellung kann es außerdem zu Unterbrechungen des laufenden Betriebs kommen, was Prozesse verzögert und gegebenenfalls Kundenaufträge beeinflusst. Insgesamt wird häufig der Zeit- und Ressourcenaufwand für die Implementierung unterschätzt – was oftmals zu Projektverlängerungen führt und zusätzliche Kosten verursacht. Das sind nur ein paar Beispiele für das, was da auf ein Unternehmen zukommt. Eine TMS-Umstellung ist viel mehr als nur der Austausch einer Software.

WAS WAR DER AUSLÖSER DAFÜR, DEN PROJEKTMANAGEMENT-SUPPORT BEI ELVIS ANZUBIETEN?

Ganz einfach: Jemand hat uns nach Hilfe gefragt. Das kostet natürlich immer viel Überwindung. Aber oft fehlen in den Speditionen die Kompetenzen im Projektmanagement, denn die wenigsten Mitarbeitenden oder Abteilungen, die sich tiefgehend damit beschäftigen können, haben neben dem Tagesgeschäft dafür Zeit oder Freiraum. Das macht eine erfolgreiche Durchführung noch einmal schwieriger, denn ohne richtigen Verantwortlichen, der das Projekt vorantreibt, kann viel schiefgehen. Oft bricht Chaos aus, weil gar nicht klar ist, wer für welche Aufgabe zuständig ist.

Im Austausch mit unseren Partnern haben wir also schnell gemerkt, dass in diesem Bereich Unterstützung benötigt wird. Wir möchten Unternehmen ermächtigen – quasi „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten – indem wir ihnen einen Projektmanager zur Seite stellen. Dieser übernimmt dann das Planen, Steuern und Kontrollieren, sodass gesteckte Ziele erreicht werden und sich die Mitarbeitenden mehr auf die operativen Aufgaben konzentrieren können. Langfristig sorgen wir so dafür, dass die Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben – das ist unsere Mission als Speditionsverbund.

WELCHE PROBLEME KÖNNEN DARÜBER HINAUS BEI SO EINEM PROJEKT AUFKOMMEN?

Es gibt ein paar Fallen, in die man tappen kann. Generell wird ein Projekt schwierig, wenn die Anforderungen und Ziele vorab nicht klar definiert werden. Meist mangelt es auch an Ressourcen, schließlich braucht man Mitarbeitende, die die Arbeit temporär übernehmen können. Gleichzeitig sind immer viele Leute daran beteiligt – zum Beispiel Auftraggeber, Subunternehmer, Projektmitglieder, andere Mitarbeitende und auch der TMS-Hersteller. Projektmanagement ist so gesehen keine Raketenwissenschaft, aber es geht viel um Kommunikation und um Transparenz.

WELCHE LEISTUNGEN BIETEN SIE KONKRET AN, UM UNTERNEHMEN UNTER DIE ARME ZU GREIFEN, UND WIE LÄUFT EINE ZUSAMMENARBEIT GENAU AB?

Als Projektmanager agiere ich in erster Linie als neutraler Vermittler, damit die TMS-Umstellung möglichst schnell und kosteneffizient gelingt. Ich bin also in diesem Fall nicht der fachliche Ansprechpartner für TMS. Das ist aber auch gar nicht nötig: Meine Hauptaufgabe ist es, das Projekt übergeordnet zu steuern und Strukturen dafür zu entwickeln. Das Wichtigste für eine erfolgreiche Umstellung ist meiner Meinung nach aber, dass man offen miteinander redet – auch, wenn mal was nicht rundläuft.

Deshalb unterstütze ich vor allem dabei, die Kommunikation zwischen den verschiedenen Parteien zu koordinieren. Dabei ist es durchaus hilfreich, dass wir als Verbund branchenweit als vertrauensvoller Partner bekannt sind. Im Idealfall ist ELVIS dann von Anfang an mit eingebunden. Gemeinsam mit dem jeweiligen Unternehmen wird erstmal ein Projektplan erstellt, um die Aufträge und Ziele zu definieren. Auch eine genaue Rollen- und Aufgabenverteilung ist wichtig, denn im Schnitt fallen bei so einer Umstellung über 200 große Aufgaben an, die erledigt werden müssen.

Wer macht also was, und bis wann? Als Manager leite ich beispielsweise auch die Meetings und Lenkungsausschüsse, um Entscheidungen voranzutreiben, und sorge dafür, dass wir uns im Team gegenseitig auf dem Laufenden halten. Wir arbeiten gerne mit einer modernen Planungssoftware – so können alle immer in Echtzeit sehen, was der aktuelle Stand und was gerade noch offen ist. Auch Controlling und Risikomanagement gehören zu unseren Leistungen, um potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen, die den Projektfortschritt gefährden könnten.

WELCHER ASPEKT IST DABEI BESONDERS FORDERND?

Ein kniffliger Teil ist das Changemanagement – die Tragweite, die solch ein Kulturwandel mit sich bringt, wird gerne unterschätzt. Neue Systeme und Prozesse verlangen immer eine Umgewöhnung, und das fällt Mitarbeitenden verständlicherweise schwer. Deshalb begleite ich den Veränderungsprozess mit gezielten Maßnahmen, damit alle motiviert an die neuen Arbeitsweisen herangehen.

WELCHE VORTEILE HAT DAS PROJEKTMANAGEMENT ÜBER ELVIS?

Eine externe Unterstützung ist vor allem objektiv und flexibel. Durch meine Position habe ich immer eine gewisse emotionale Distanz zu dem Thema, zu möglichen Problemen und auch zu den Mitarbeitenden. Dadurch beurteile ich den Projektstatus noch einmal ganz anders und kann interne Konflikte moderieren oder sogar vermeiden. Manchmal ist man auch in seinen Mustern gefangen oder verbeißt sich an bestimmten Aufgaben – als externe Instanz bringt ELVIS dann frischen Wind ins Projekt. Unsere Unterstützungsangebote lassen sich darüber hinaus immer individuell an das jeweilige Unternehmen anpassen, damit wir genau da Hilfe geben können, wo sie am meisten gebraucht wird, egal ob temporär oder langfristig auf Abruf.

Unternehmen können außerdem Kosten, Zeit und auch Ressourcen sparen. Durch die übergeordnete Steuerung verhindern wir Verzögerungen im Projekt, und damit automatisch auch ungeplante Kosten. Durch unsere temporäre Unterstützung und dazugehörigen Coachings lernen interne Mitarbeitende das Projektmanagement kennen und erarbeiten sich langfristiges Wissen, das bei anderen Projekten genutzt werden kann.

Haben Sie Interesse an unserer Unterstützung?
Lassen Sie sich jetzt beraten: https://www.elvis-ag.com/tms

Patrick Mohr
Consulting & Prozesse
Projektmanager

Tel.: +49 6023 50734 -12
Mobil: +49 162 2192956
patrick.mohr@elvis-ag.eu

ELVIS Marktreport: Hoffnungen ruhen auf dem Handel

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Die ELVIS AG rät dazu, die Eigenfuhrparks angesichts der bevorstehenden saisonalen Herbstbelebung nicht weiter zu verkleinern. (Foto: ELVIS AG)

ELVIS Marktreport: Hoffnungen ruhen auf dem Handel

  • Geschäftsklima der Transportbranche fällt weiter ab
  • Saisonale Herbstbelebung lässt auf Aufschwung hoffen
  • Speditionsverbund rät von weiterer Reduzierung der Eigenfuhrparks ab

Alzenau, 27. November 2024 – Aktuell ist kaum Entspannung in Sicht: Die Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (ELVIS) AG hat seinen jüngsten Marktreport für das dritte Quartal 2024 veröffentlicht und zieht ein gemischtes Fazit. Das liegt insbesondere daran, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin nicht in Fahrt kommt. Hinzu kommen bürokratische Hürden, fehlende Investitionsanreize und die pessimistische Perspektive der Unternehmen. Allein der Blick auf den Handel sorgt für einen Hoffnungsschimmer zum Ende des Jahres. Da der knappe Laderaum im Moment noch keine Auswirkungen auf den Transportpreis hat, ist der Speditionsverbund sicher, dass in den nächsten Wochen Bewegung in das Preisgefüge kommen wird. Andernfalls dürfte sich der negative Trend bei den Insolvenzen der Branche verstetigen.

„Die saisonale Belebung des Marktes nach dem Sommer blieb aus. Zwar war der Transportmarkt leicht gestärkt, aber die Herbstbelebung ist nach wie vor zu schwach, um eine Kehrtwende bei der angespannten Lage zu schaffen. Dazu braucht es auch seitens der Politik deutliche Signale“, sagt Nikolja Grabowski, Vorstand der ELVIS AG. Zwar liege die saisonale Belebung leicht über dem Vorjahr, aber das Grundniveau sei weiterhin sehr niedrig. Die Branche kennt seit Jahren knappe Mengen und sich verändernde Rahmenbedingungen, allerdings kommt das deutsche Lkw-Transportgewerbe auch in diesem Jahr nicht in ruhigere Fahrwasser. Steigende Kosten treffen auf sinkende Kapazitäten bei einer durchwachsenen Nachfrage.

Die Wirtschaftslage in Deutschland ist nach wie vor angespannt. Das zeigt sich besonders am produzierenden Gewerbe. Gerade die Automotive- (-7,8 Prozent) und die Chemiebranche (-4,3 Prozent) verzeichneten im September im Vergleich zum August einen deutlichen Leistungsrückgang. Trotzdem bleiben die Transportunternehmen optimistisch. Alle drei Kennzahlen der ifo Konjunkturperspektiven für den Bereich „Güterbeförderung im Straßenverkehr“ (Geschäftsklima: 4,1 Prozent; Geschäftslage: 6,9 Prozent; Geschäftserwartungen: 1,1 Prozent) zeigten im Oktober im Vergleich zum September nach oben. Noch deutlicher zeigt sich die leichte Belebung beim Blick auf das vergangene Jahr: Im Vergleich zum Oktober 2023 sind die drei Kennzahlen nun deutlich im Plus (18,2 Prozent, 14,7 Prozent, 22,5 Prozent). Auch die Umsatzerwartungen steigen um 4,4 Prozent im Vergleich zum September 2024. Mit Blick auf das Jahresende und der laufenden Peak Season ruhen die Hoffnungen aktuell auf dem Handel. Der Einzelhandelsumsatz stieg im September 2024 um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat und um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders deutlich zeigt sich das Wachstum im Internet- und Versandhandel (3,1 Prozent zu August 2024 sowie 17,9 Prozent zu September 2023). „Diese Zahlen deuten darauf hin, dass der Handel trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Stagnation in Deutschland eine gewisse Dynamik beibehält“, sagt Grabowski.

Die Transportpreise entwickeln sich zunehmend zu einem Bumerang für die Logistikbranche. Seit Monaten reduzieren Unternehmen aufgrund hoher Kosten ihren Laderaum, was zu einer deutlichen Verknappung auf dem Markt führt. Experten schätzen, dass die Fuhrparks in Deutschland um fünf bis zehn Prozent geschrumpft sind. Hinzu kommt ein weiterer Kostendruck: Zum Jahreswechsel steigen administrative Ausgaben, Versicherungen und vor allem Personalkosten zum Teil drastisch. Diese Mehrbelastungen spiegeln sich bislang jedoch kaum in den Transportpreisen wider. „Die aktuelle Preissituation ist ein Damoklesschwert für die Speditionen. Ohne eine Anpassung der Preise drohen Insolvenzen – und damit eine weitere Verknappung des Laderaums“, warnt Grabowski. Eine nicht-repräsentative Umfrage der ELVIS AG aus dem November verdeutlicht das Problem: Im Durchschnitt legen deutsche Frachtführer derzeit 10,3 Cent pro Kilometer im reinen Lkw-Verkehr drauf. Die Kosten übersteigen die Marktpreise. Zudem geben knapp ein Drittel der befragten Speditionen an, dass sich ihre Geschäftserwartungen für die kommenden Wochen verschlechtert haben.

Über die ELVIS AG und die ELVIS Teilladungssystem GmbH

Die ELVIS AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure) ist der führende Verbund von Lkw-Speditionen und Frachtführern Europas und die Interessensvertretung von über 250 Partnerunternehmen. Über seine Partner ist der Verbund an 350 Standorten in Deutschland und in mehr als 30 Ländern Europas vertreten. Primäres Ziel der ELVIS AG ist es, Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu realisieren, die sich aufgrund von Skaleneffekten und der Zusammenarbeit untereinander ergeben.
Zum Leistungsportfolio des Verbundes zählen der zentrale Einkauf von Waren und Dienstleistungen, der eigene Onlineshop „ELVIS Truckstar“ sowie Beratungslösungen. ELVIS informiert seine Partner frühzeitig über alle Markt- und Branchenveränderungen sowie über relevante politische Entwicklungen und deren Auswirkungen.

Als Dachorganisation fungiert der Verbund als zentraler Ansprechpartner und Interessensvertretung seiner Partner gegenüber Politik und Verwaltung. Mit dem Ziel, praxisrelevante Mehrwerte und Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu generieren, initiiert und betreut die ELVIS AG zudem regelmäßig Pilotprojekte und Kooperationen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Zudem bestehen unter dem Dach der ELVIS AG verschiedene operative Netzwerke: ein Part Load Network, ein Full Load Network, ein Volume Load Network, ein Baustoffnetzwerk sowie ein Palettenportal. Die ELVIS AG besteht seit 2006 und verfügt mittels ihrer Partner heute über eine Flotte von mehr als 19.000 Lkw.

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ELVIS Marktreport: Wirtschaftliche Lage bleibt angespannt

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Die ELVIS AG rät dazu, die Eigenfuhrparks angesichts der bevorstehenden saisonalen Herbstbelebung nicht weiter zu verkleinern. (Foto: ELVIS AG)

ELVIS Marktreport: Wirtschaftliche Lage bleibt angespannt

  • Geschäftsklima der Transportbranche fällt weiter ab
  • Saisonale Herbstbelebung lässt auf Aufschwung hoffen
  • Speditionsverbund rät von weiterer Reduzierung der Eigenfuhrparks ab

Alzenau, 03. September 2024 – Die Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (ELVIS) AG blickt in ihrem aktuellen Marktreport verhalten auf das zweite Halbjahr. Denn bisher hat sich die deutsche Wirtschaft noch nicht erholt. Besonders kritisch gestaltet sich die Lage im Speditionsgewerbe, wo viele Unternehmen ihre Selbstkosten kaum decken können. Zahlreiche Eigenfuhrparks wurden deshalb bereits reduziert, doch der Verbund rät von weiteren Kürzungen ab. Es wird ein Engpass an verfügbaren Kapazitäten entstehen, sobald die saisonale Herbstbelebung einsetzt. Die Frachtpreise werden schlagartig anziehen. In einer im Zuge des Marktreports veröffentlichten, nicht-repräsentativen Umfrage unter den ELVIS Speditionen zeigen sich auch die Unternehmen dennoch wenig optimistisch.

„Die deutsche Wirtschaft hat bisher nicht den erhofften Schwung aufgenommen. Zwar waren im Frühjahr erste Anzeichen einer Erholung spürbar, doch diese haben inzwischen wieder an Kraft verloren“, sagt Nikolja Grabowski, Vorstand der ELVIS AG. Auch in der deutschen Transportbranche bleibt die Lage weiter angespannt. Zwar sei die Gesamtfahrleistung minimal gestiegen und werde von einem leichten Überhang an Laderaum begleitet, doch das reiche für eine positive Zukunftserwartung kaum aus: „Da die erzielten Gewinne und verzeichneten Verluste sich aktuell weitgehend ausbalancieren, bleiben wir für die zweite Jahreshälfte weiterhin zurückhaltend“, ergänzt Grabowski.

Diese Stimmung zeichne sich auch bei den Unternehmen ab: So zeigen sowohl ifo Geschäftsklima (-1,8 Prozent), ifo Geschäftslage (-1,4 Prozent) und ifo Geschäftserwartungen (-2,1 Prozent) im Juli 2024 im Vergleich zum Vormonat nach unten. Noch deutlicher lässt sich diese Entwicklung im Bereich „Güterbeförderung im Straßenverkehr“ erkennen. Auch dort verschlechtern sich ifo Geschäftsklima (-3,1 Prozent), ifo Geschäftslage (-1,8 Prozent) und ifo Geschäftserwartungen (-4,1 Prozent) im Juli 2024 im Vergleich zum Vormonat. „Diese Rückgänge sind für uns ein deutliches Signal, dass die Transport- und Logistikdienstleister weiterhin vor erheblichen Herausforderungen stehen“, so Grabowski.

Auch bei der Kostenentwicklung bleibt nicht viel Platz für überschwänglichen Optimismus. Material- und Sachkosten sind weitgehend auf einem hohen Niveau. Die Treibstoffkosten für Diesel sind allerdings gesunken und auf einem relativ niedrigen Stand (-0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat; Juli 2024). Der Speditionsverbund führt diesen Rückgang jedoch auf die zurzeit geringe Weltmarktnachfrage zurück: „Logischerweise müssen wir davon ausgehen, dass der niedrige Preis für Dieseltreibstoff kein Dauerzustand sein wird“, sagt Grabowski. Auch die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorquartal etwas gesunken (-2,5 Prozent; 1. Quartal 2024). Darin sieht die ELVIS AG jedoch keine aussagekräftige Tendenz. Grabowski erklärt: „Die gesunkenen Kosten sind auf Sonderzahlungen wie Jahresendprämien zurückzuführen, die das Gesamtbild verzerren.“

Trotz allem lässt die saisonale Herbstbelebung auf steigende Umsätze hoffen. Sowohl im Vergleich zum Vormonat (+12,8 Prozent; Juli 2024) als auch zum Vorjahresmonat (+17,9 Prozent; Juli 2023) sind die Umsatzerwartungen im Bereich Güterbeförderung stark gestiegen. Die ELVIS AG mahnt aufgrund der wirtschaftlichen Lage jedoch weiterhin zur Vorsicht. So sei im vorgestellten Marktreport zu erkennen, dass zirka jeder dritte Transportunternehmer nicht kostendeckend fahre. Grabowski rät deshalb, nicht voreilig zu handeln: „Viele Unternehmen haben sinnvollerweise bereits ihre Eigenfuhrparks verkleinert, um Kosten zu sparen. Ein weiterer Abbau wäre jedoch riskant, da die Kapazitäten am Markt ohnehin knapp sind. Mit dem erwarteten wirtschaftlichen Aufschwung durch die Herbstbelebung werden Engpässe entstehen, die die Frachtpreise in die Höhe treiben werden. In dieser Phase brauchen wird die eigenen Fahrzeuge wieder.“

Unternehmen müssen in den kommenden Monaten strategisch handeln, um sich für die bevorstehenden saisonalen Veränderungen zu wappnen und die anhaltenden Herausforderungen zu bewältigen. Der Speditionsverbund rät dabei zu offenen Gesprächen mit Kunden, in denen die aktuellen Marktentwicklungen transparent kommuniziert werden. Nur wenn Verlader ihre Transportdienstleister unterstützen, anstatt sie zu weiteren Kapazitätskürzungen zu drängen, können sie sich den notwendigen Laderaum für den Herbst sichern.

Über die ELVIS AG und die ELVIS Teilladungssystem GmbH

Die ELVIS AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure) ist der führende Verbund von Lkw-Speditionen und Frachtführern Europas und die Interessensvertretung von über 250 Partnerunternehmen. Über seine Partner ist der Verbund an 350 Standorten in Deutschland und in mehr als 30 Ländern Europas vertreten. Primäres Ziel der ELVIS AG ist es, Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu realisieren, die sich aufgrund von Skaleneffekten und der Zusammenarbeit untereinander ergeben.
Zum Leistungsportfolio des Verbundes zählen der zentrale Einkauf von Waren und Dienstleistungen, der eigene Onlineshop „ELVIS Truckstar“ sowie Beratungslösungen. ELVIS informiert seine Partner frühzeitig über alle Markt- und Branchenveränderungen sowie über relevante politische Entwicklungen und deren Auswirkungen.

Als Dachorganisation fungiert der Verbund als zentraler Ansprechpartner und Interessensvertretung seiner Partner gegenüber Politik und Verwaltung. Mit dem Ziel, praxisrelevante Mehrwerte und Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu generieren, initiiert und betreut die ELVIS AG zudem regelmäßig Pilotprojekte und Kooperationen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Zudem bestehen unter dem Dach der ELVIS AG verschiedene operative Netzwerke: ein Part Load Network, ein Full Load Network, ein Volume Load Network, ein Baustoffnetzwerk sowie ein Palettenportal. Die ELVIS AG besteht seit 2006 und verfügt mittels ihrer Partner heute über eine Flotte von mehr als 19.000 Lkw.

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Marktreport Q2/2024: Download für Presse/Externe

Marktreport Q2/2024: Download für ELVIS Partner

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