Pressemeldung

Basierend auf dem jüngsten Markreport rät ELVIS-Vorstand Nikolja Grabowski dazu, in moderne Technologien zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. (Foto: ELVIS AG)

ELVIS Marktreport: Wirtschaftliche Belastungen bringen Transportbranche an ihre Grenzen

  • Trendwende für deutsche Wirtschaft bleibt aus
  • Stabiles Auftragsvolumen trifft auf knappe Laderaumkapazitäten und hohe Personalkosten
  • Steigende Insolvenzzahlen sind deutliches Warnsignal

Alzenau, 29. August 2025 – Die Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (ELVIS) AG zeichnet in ihrem aktuellen Marktreport für das zweite Quartal 2025 weiterhin ein kritisches Bild der wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Zwar hat sich der Abwärtstrend in der Gesamtwirtschaft und in der Lkw-Transportbranche verlangsamt, doch der Mangel an verfügbarem Laderaum sowie steigende Kosten im Personalbereich setzen Transportunternehmen zunehmend unter Druck. Von den angekündigten Investitionspaketen der neuen Regierung sind bislang keine spürbaren Impulse ausgegangen. Stattdessen belasten bürokratische Hürden und hohe Abgaben die Branche zusätzlich. Der Speditionsverbund empfiehlt Unternehmen daher, die eigenen Kosten- und Preisstrukturen kritisch zu prüfen und gezielt in moderne Technologien zu investieren, um ihre Rentabilität zu sichern.

„Von einer Trendwende kann derzeit keine Rede sein: Die deutsche Wirtschaft tritt auf der Stelle, die erhoffte Erholung bleibt aus. Besonders die schwache Produktion im verarbeitenden Gewerbe ist alarmierend und hat gravierende Folgen für die Wirtschaft“, sagt Nikolja Grabowski, Vorstand der ELVIS AG. So zeigt der aktuelle Marktreport, dass sich die Leistung der deutschen Industrieproduktion erheblich verschlechtert hat. Besonders deutlich wird dies im Jahresvergleich: Während die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen im Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang um 4,8 Prozent verzeichnete, lag das Minus in der Chemieproduktion bereits bei 7,6 Prozent, im Maschinenbau sogar bei 8,7 Prozent. Insgesamt sank die industrielle Produktion damit durchschnittlich um 6,9 Prozent. Trotz dieser Entwicklung bleibt die Stimmung in den Unternehmen positiv: Sowohl das ifo-Geschäftsklima (+1,8 Prozent) als auch die ifo-Geschäftserwartungen (+4,4 Prozent) legten im Juli 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Lediglich die ifo-Geschäftslage verzeichnete ein leichtes Minus von 0,7 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat (Juni 2025) blieben alle drei Indikatoren nahezu unverändert (Geschäftsklima: +0,2 Prozent; Geschäftslage: +0,3 Prozent; Geschäftserwartungen: +0,1 Prozent).

Auch für die Transportbranche gibt es keinen richtigen Aufschwung: Im Juni 2025 ging die monatliche Lkw-Maut-Fahrleistung im Vergleich zum Vormonat leicht zurück (-4,0 Prozent). Ein Lichtblick: Die Sendungsvolumina bleiben stabil – auch die ifo-Konjunkturperspektiven für den Bereich „Güterbeförderung im Straßenverkehr“ zeigen sich positiv. So legten die ifo-Geschäftserwartungen sowohl gegenüber dem Vormonat (+7,8 Prozent; Juni 2025) als auch gegenüber dem Vorjahresmonat (+10,8 Prozent; Juli 2024) deutlich zu. Zudem ist auch das Transportaufkommen von Teilladungen im Jahresvergleich kräftig gestiegen (+8,3 Prozent; Juli 2024). Gestützt wird diese Entwicklung durch eine nicht-repräsentative Umfrage unter den ELVIS-Partnern: Dort gab die Mehrheit der befragten Unternehmen an, dass das Transportvolumen in den nächsten vier Wochen gleichbleibe, sowohl in den Branchen Baustoff (48,98 Prozent), Chemie (29,17 Prozent) und Industrie (46,94 Prozent) als auch im Handel (52,94 Prozent). Lediglich im Automotive-Bereich rechnen die meisten Unternehmen mit einem Rückgang (38,78 Prozent). Darüber hinaus bleibt der verfügbare Laderaum aufgrund des anhaltenden Kapazitätsabbaus knapp. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Transportbarometer wider: Im Juli 2025 lag das Verhältnis von Fracht zu Laderaum im innerdeutschen Spotmarkt um 12,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat. „Zuletzt hat sich der Markt allerdings leicht entspannt – vermutlich aufgrund der beginnenden Ferienzeit, die den Druck kurzfristig mindert“, erklärt Grabowski. So ging der Wert im Vergleich zum Vormonat um 5,7 Prozent zurück. „Von Dauer wird diese Entlastung allerdings nicht sein“, ergänzt der ELVIS-Vorstand.

Während die Großhandelsverkaufspreise sich im Vergleich zum Vorjahresmonat kaum verändert haben (+0,5 Prozent; Juli 2024), bleiben die Treibstoffkosten moderat niedrig: Sie stiegen im Vergleich zum Vormonat lediglich um 1,0 Prozent (Juni 2025) und sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,1 Prozent (Juli 2024). Einen deutlichen Kostenanstieg verzeichnet der Marktreport allerdings im Bereich Personal: Bereits im ersten Quartal 2025 stiegen die Personalkosten basierend auf den Bruttomonatsverdiensten um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. „Die personalintensive Transportdienstleistung wird zunehmend teurer. Diese steigenden Kosten belasten unsere Branche erheblich“, fasst Grabowski zusammen.

Auch der Regierungswechsel und die angekündigten Investitionspakete hatten bisher keinerlei positive Auswirkungen. „Die aktuelle weltpolitische Lage sorgt für zusätzliche Unsicherheit und verhindert jede Aufbruchsstimmung. Die unklaren Entwicklungen und globalen Risiken erschweren den Unternehmen die wirtschaftliche Planung“, sagt Grabowski. Insbesondere hohe Abgaben und bürokratische Hürden spitzen die Lage in der Transportbranche zu: „Die zuletzt spürbar gestiegenen Insolvenzzahlen verdeutlichen, wie stark die Transportwirtschaft unter Kostendruck, Fachkräftemangel und regulatorischen Belastungen leidet – ein ernstzunehmendes Alarmsignal und vermutlich nur die Spitze des Eisbergs“, warnt der ELVIS-Vorstand. Unternehmen müssen daher permanent ihre Kosten- und Preisstrukturen evaluieren und anpassen, um die eigene Rentabilität stets auf das Maximum zu bringen. „Ein weiterer Hebel besteht darin, auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gezielt in moderne Technologien zu investieren, um Abläufe zu digitalisieren und effizient zu optimieren“, resümiert Grabowski.

Über die ELVIS AG und die ELVIS Teilladungssystem GmbH

Die ELVIS AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure) ist der führende Verbund von Lkw-Speditionen und Frachtführern Europas und die Interessensvertretung von über 250 Partnerunternehmen. Über seine Partner ist der Verbund an 350 Standorten in Deutschland und in mehr als 30 Ländern Europas vertreten. Primäres Ziel der ELVIS AG ist es, Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu realisieren, die sich aufgrund von Skaleneffekten und der Zusammenarbeit untereinander ergeben.
Zum Leistungsportfolio des Verbundes zählen der zentrale Einkauf von Waren und Dienstleistungen, der eigene Onlineshop „ELVIS Truckstar“ sowie Beratungslösungen. ELVIS informiert seine Partner frühzeitig über alle Markt- und Branchenveränderungen sowie über relevante politische Entwicklungen und deren Auswirkungen.

Als Dachorganisation fungiert der Verbund als zentraler Ansprechpartner und Interessensvertretung seiner Partner gegenüber Politik und Verwaltung. Mit dem Ziel, praxisrelevante Mehrwerte und Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu generieren, initiiert und betreut die ELVIS AG zudem regelmäßig Pilotprojekte und Kooperationen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Zudem bestehen unter dem Dach der ELVIS AG verschiedene operative Netzwerke: ein Part Load Network, ein Full Load Network, ein Volume Load Network, ein Baustoffnetzwerk sowie ein Palettenportal. Die ELVIS AG besteht seit 2006 und verfügt mittels ihrer Partner heute über eine Flotte von mehr als 19.000 Lkw.

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