Blogbeitrag

Fragilität vs. Resilienz vernetzter Lieferketten

Logistiker als verwundbare Ziele von Cyberattacken

Unsere Lieferketten sind fragiler denn je. Das wissen wir spätestens seit der Cyberattacken auf Wisag und den Hamburger Tanklagerlogistiker Oiltanking. Wisag musste als Reaktion auf den Angriff seine IT-Systeme herunterfahren, um weitere Schäden zu verhindern. Bei Oiltanking wurden sogar explizit die Be- und Entladesysteme attackiert, was zu einer erheblichen Einschränkung des Geschäftsbetriebs führte. Die Auswirkungen solcher Cyberattacken sind gravierend, denn sie treffen nicht nur einen einzelnen Logistiker, sondern häufig die gesamte assoziierte Lieferkette.

Solche oder ähnliche digitale Anschläge sind keine Einzelfälle. Sie sind vielmehr ein Indiz dafür, dass insbesondere Logistik- und Transportdienstleister aufgrund der engen Verpflechtungen in den Lieferketten verwundbare Ziele solcher kriminellen Aktivitäten sind.

Gefahr durch “Innentäter”

Cyberattacken können von außerhalb als auch von intern eingeleitet werden. „Innentäter“ können beispielsweise Mitarbeiter sein, die Zugriff auf sensible Daten haben und diese ohne große Mühen manipulieren oder kopieren können.

Diese und weitere Manipulationen beobachteten SBCF & Cie. und ELVIS gemeinsam mit einem Konsortium aus Vertretern aus Wissenschaft und Praxis im Rahmen des Forschungsprojektes NutriSafe. Ziel des Projektes ist der Ausbau der Sicherheit in Lebensmittelproduktion und Logistik mithilfe der „Distributed-Ledger-Technologie“ (Blockchain-Technologie). Bei einem von der Universität der Bundeswehr München und SBCF & Cie. geleiteten „Serious Game“ sollten die Teilnehmer Strategien und Gegenmaßnahmen zur Vorbeugung von Angriffen durch “Innentäter” entwickeln. Dazu Philipp Bensch, Director bei SBCF & Cie: „Es kristallisierte sich ein umfassender und dringender Bedarf an effizienten Methoden zur Prävention von IT-Sicherheitsvorfällen durch Innentäter für die Logistik heraus.”

Blockchain-Technologie zur Stärkung der Resilienz

Tim Hoiß, Blockchain Experte der Universität der Bundeswehr München, sieht für die Logistik- und Speditionsbranche großes Potential in der Blockchain-Technologie. Sie ermögliche es unter anderem, Daten sicher zu speichern und auszutauschen. Dank der kryptographischen Methoden, die dabei zum Einsatz kommen, sei es nahezu unmöglich, Daten unbemerkt zu manipulieren. Hoiß und Bensch sind sich einig: „Die Digitalisierung von Prozessen mittels Blockchain generiert eine höhere und sichere Verfügbarkeit der Daten und liefert somit einen wichtigen Beitrag zur Resilienz und IT-Sicherheit zukünftiger Lieferketten”.

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Bildquelle: Bild von Darwin Laganzon auf Pixabay 

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