Pressemeldung

ELVIS Marktreport: Stabilisierung auf niedrigem Niveau – Kapazitäten trotz Flaute am Limit

  • Deutsche Wirtschaft verharrt zum Jahreswechsel in der Stagnation
  • Transportmarkt zeigt moderate Belebung bei weiterhin schwacher Ertragslage
  • Verfügbarer Frachtraum kann sprunghaften Nachfrageanstieg kaum noch auffangen
Die Belastbarkeit der Branche würde bei einem sprunghaften Nachfrageanstieg auf die Probe gestellt, prognostiziert ELVIS-Vorstand Nikolja Grabowski. (Foto: ELVIS AG)

Alzenau, 26. Februar 2026 – Die Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (ELVIS) AG sieht in ihrem aktuellen Marktreport für das vierte Quartal 2025 eine wirtschaftliche Stabilisierung – allerdings auf niedrigem Niveau. Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) leicht wächst, bleibt die industrielle Produktion deutlich rückläufig. Auch im Lkw-Transportmarkt zeigen sich zwar leichte Belebungstendenzen, doch strukturelle Herausforderungen begrenzen die Leistungsfähigkeit der Branche. Die wichtigen Puffer im Laderaum sind nahezu vollständig abgebaut.

„Im kurzfristigen Vergleich erkennen wir eine gewisse Stabilisierung. Im strukturellen Jahresvergleich zeigt sich jedoch, dass die wirtschaftliche Basis weiterhin fragil ist“, sagt Nikolja Grabowski, Vorstand der ELVIS AG. So sank die Produktion im produzierenden Gewerbe im Dezember 2025 um 6,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und lag zugleich 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Besonders der Maschinenbau (-6,8 Prozent zum Vormonat; -4,8 Prozent zum Vorjahresmonat) sowie die chemische Industrie (-2,4 Prozent zum Vormonat; -4,9 Prozent zum Vorjahresmonat) entwickelten sich schwach. Das Baugewerbe hingegen konnte gegenüber dem Vormonat um 3,0 Prozent zulegen und lag leicht über dem Vorjahreswert (+0,4 Prozent), ebenso wie das BIP, das im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 Prozent gewachsen ist.

Der leichte Anstieg der wirtschaftlichen Leistung spiegelt sich auch in den Stimmungsindikatoren wider: Der ifo Geschäftsklimaindex blieb im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat stabil (0,0 Prozent), verbesserte sich dafür im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Geschäftserwartungen, die gegenüber dem Vormonat weitgehend stabil (-0,2 Prozent) blieben und im Jahresvergleich merklich anstiegen (+5,7 Prozent).

Transportmarkt: Mehr Bewegung, aber keine strukturelle Entspannung

Im Lkw-Transportmarkt zeigen sich ebenfalls gegenläufige Entwicklungen. Die Lkw-Maut-Fahrleistung sank im Dezember saisonbedingt um 14,4 Prozent gegenüber dem Vormonat, lag jedoch 4,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. „Im Jahresvergleich sehen wir eine moderate Erholung gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum. Kurzfristig bleibt der Markt jedoch stark von saisonalen Effekten geprägt“, erklärt Grabowski. Das Transportbarometer, das das Verhältnis von Fracht zu Laderaum im Spotmarkt misst, stieg im Januar um 5,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Umsatzerwartungen im Bereich Güterbeförderung im Straßenverkehr verbesserten sich deutlich – um 9,4 Prozent zum Vormonat und sogar um 14,9 Prozent im Jahresvergleich.

Gleichzeitig gingen die Preiserwartungen zurück (-1,9 Prozent zum Vormonat; -4,2 Prozent zum Vorjahresmonat). „Die Nachfrage entwickelt sich etwas dynamischer als noch vor einem Jahr. Eine nachhaltige Preisdurchsetzung ist jedoch weiterhin nicht erkennbar“, so Grabowski. Der ELVIS Teilladungsindex unterstreicht dieses Bild: Er lag im Januar 2,3 Prozent unter dem Vormonat und 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Kostenentwicklung: Struktureller Druck bleibt hoch

Auf der Kostenseite zeigt sich eine ähnliche Zweiteilung. Die Personalkosten im Transport- und Logistiksektor stiegen im dritten Quartal 2025 um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 4,2 Prozent im Jahresvergleich. Auch die Erzeugerpreise für Straßengüterverkehr lagen 2,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Demgegenüber verbilligte sich Diesel im Dezember um 5,8 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. LNG verzeichnete sogar einen deutlichen Rückgang von 12,1 Prozent zum Vormonat und 36,6 Prozent im Jahresvergleich. „Die Entspannung beim Kraftstoff federt den Kostendruck ab, wiegt die gestiegenen Personalkosten jedoch nicht auf“, sagt Grabowski. Zudem seien zum Jahreswechsel die Dieselpreise wieder sprunghaft angestiegen.

Branche nur eingeschränkt belastbar

Trotz der moderaten Erholungstendenzen im Jahresvergleich bleibt die strukturelle Leistungsfähigkeit der Branche begrenzt. In den vergangenen Monaten wurden aufgrund der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Kapazitäten angepasst, Fuhrparks reduziert und Investitionen zurückgestellt.

„Die aktuellen Kennzahlen vermitteln Stabilität – allerdings auf einem Niveau, das wenig Puffer bietet“, so Grabowski. „Sollte die Nachfrage kurzfristig und deutlich anziehen, könnten die vorhandenen Kapazitäten schnell ausgelastet sein.“

Ein sprunghafter Nachfrageanstieg – etwa durch eine stärkere Industrieproduktion oder saisonale Effekte – würde nach Einschätzung des Speditionsverbundes die bestehenden Strukturen erheblich beanspruchen. Frachtraum könnte in einem solchen Szenario rasch zum Engpassfaktor werden.

Für Verlader bedeutet dies, Transportkapazitäten frühzeitig einzuplanen und partnerschaftlich abzusichern. Für Speditionen bleibt es entscheidend, Kosten- und Leistungskennzahlen eng zu steuern und flexibel auf Marktveränderungen reagieren zu können.
„Die leichte Erholung im Vergleich zum Vorjahr ist ein positives Signal. Entscheidend wird jedoch sein, ob die Branche bei einer stärkeren Nachfrageentwicklung schnell genug wieder Kapazitäten aufbauen kann“, fasst Grabowski zusammen.

Über die ELVIS AG und die ELVIS Teilladungssystem GmbH

Die ELVIS AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure) ist der führende Verbund von Lkw-Speditionen und Frachtführern Europas und die Interessensvertretung von über 250 Partnerunternehmen. Über seine Partner ist der Verbund an 350 Standorten in Deutschland und in mehr als 30 Ländern Europas vertreten. Primäres Ziel der ELVIS AG ist es, Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu realisieren, die sich aufgrund von Skaleneffekten und der Zusammenarbeit untereinander ergeben.
Zum Leistungsportfolio des Verbundes zählen der zentrale Einkauf von Waren und Dienstleistungen, der eigene Onlineshop „ELVIS Truckstar“ sowie Beratungslösungen. ELVIS informiert seine Partner frühzeitig über alle Markt- und Branchenveränderungen sowie über relevante politische Entwicklungen und deren Auswirkungen.

Als Dachorganisation fungiert der Verbund als zentraler Ansprechpartner und Interessensvertretung seiner Partner gegenüber Politik und Verwaltung. Mit dem Ziel, praxisrelevante Mehrwerte und Vorteile für die angeschlossenen Unternehmen zu generieren, initiiert und betreut die ELVIS AG zudem regelmäßig Pilotprojekte und Kooperationen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Zudem bestehen unter dem Dach der ELVIS AG verschiedene operative Netzwerke: ein Part Load Network, ein Full Load Network, ein Volume Load Network, ein Baustoffnetzwerk sowie ein Palettenportal. Die ELVIS AG besteht seit 2006 und verfügt mittels ihrer Partner heute über eine Flotte von mehr als 19.000 Lkw.

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