• Verbund schafft Voraussetzungen für LNG-Versorgung
  • Spediteure zeigen großes Interesse am Konzept
  • Flüssigerdgas-Tankstelle geht 2020 in Betrieb

ELVIS LNG„Wir wollen, dass sich flüssiges Erdgas als Alternative zum Diesel etabliert. Deswegen verbessern wir mit dem Bau einer öffentlichen LNG-Tankstelle die Infrastruktur in Deutschland“, sagt Jochen Eschborn, Vorstandsvorsitzender der ELVIS AG. Bislang war das kaum vorhandene Tankstellennetz das stärkste Argument gegen den Einsatz von LNG-Lkw im Fernverkehr. Im Linienverkehr kann jedoch schon eine einzige Tankstelle entlang der Strecke das Problem lösen. Mit der Integration einer LNG-Tankstelle in den Neubau des Teilladungssystems in Knüllwald wird ELVIS diese Möglichkeit bieten.

Die geplante LNG-Tankstelle soll nicht nur ELVIS-Mitgliedern zugänglich sein. Um ihnen dennoch minimale Standzeiten zu garantieren und das Tanken auch für ungeschultes Fahrpersonal zu gewährleisten, wird der Tankvorgang durch den Einsatz eines betriebseigenen Tankwarts beschleunigt. Weitere Details zur Umsetzung des Projektes werden aktuell innerhalb der Kooperation beraten.

Der Bau der Tankstelle ist Teil der gestarteten LNG-Offensive: „Wir möchten künftig die Einkaufsvolumina von Erdgas-Lkw unserer Mitgliedsspeditionen im ELVIS-Zentraleinkauf bündeln, um günstigere Preise zu erzielen“, erklärt Eschborn. Bei einigen ELVIS-Mitgliedern sind bereits jetzt LNG-Fahrzeuge im Einsatz, weitere haben sie bestellt. Gemäß den Angaben verschiedener Hersteller können die Treibstoffkosten mit dem Einsatz von LNG-Lkw um 10 bis 20 Prozent gesenkt werden. Analog dazu ist eine CO2-Reduktion von rund 10 Prozent garantiert. Stammt das Gas nicht aus fossilen Quellen, sondern aus Biogas-Anlagen, ist gar eine Senkung der Emission um bis zu 90 Prozent möglich.